Phoenix
Der Phoenix ist ein Sternbild des Südhimmels.
Beschreibung
Der Phoenix ist ein wenig markantes Sternbild nördlich des hellen Sterns Achernar im Eridanus. Lediglich der Hauptstern α Phoenicis (Ankaa) ist heller als die 3. Größenklasse.
Aufgrund seiner südlichen Lage ist der Phoenix von Deutschland aus nicht zu sehen. In südlicheren Breiten wie in der Schweiz, Gebiete Österreich südlich der Donau und der äußerste Süden von Deutschland ragt der nördlichste Stern gerade über dem Südhorizont auf.
Geschichte
Der Phoenix gehört zu den Sternbildern, die Ende des 16. Jahrhunderts von den niederländischen Seefahrern Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman eingeführt wurden. Johann Bayer übernahm ihn in seinen 1603 erschienenen Himmelsatlas Uranometria.
Der Phönix gehört im Gegensatz zum Altar nicht zu den 48 antiken Sternbildern, obwohl das Sternbild Altar noch ein Stück weiter südlicher liegt als der Phönix und auch nicht aus deutlich helleren Sternen besteht. Der Grund dafür ist, dass der Phönix durch die Präzession in den letzten 3000 Jahren 15 Grad Richtung Norden gewandert ist. Um 1000 v.Chr war auf Kreta (35°n) noch gar kein Stern vom Phönix zu sehen. Heute kommt dort fast das ganze Sternbild über den Horizont, in 600 Jahren wird der Phönix dort vollständig sichtbar sein. Bis zum Jahr 9200 wird das Sternbild weiter Richtung Norden wandern und sogar in Dänemark vollständig über den Horizont emporsteigen. Danach wird die Präzession den Phönix wieder in Richtung Süden verschieben. Beim Sternbild Altar war es umgekehrt, es stand in der Antike nördlicher als heute.
Mythologie
Der Phönix war in der ägyptischen Mythologie ein Vogel, der bei der Schöpfung der Welt auf dem Urhügel erschienen war (siehe Benu). Er wurde als heilig verehrt und meist als Personifizierung des Sonnengottes angesehen. Später wurde er von den antiken Griechen und Römern übernommen, wobei er im Laufe der Zeit unterschiedlichste Bedeutungen hatte. Die heute bekannte Version eines Vogels, der sich selbst verbrennt und aus der eigenen Asche wieder aufersteht, stammt erst aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.
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