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Nördliche Krone

Die Nördliche Krone (lateinisch Corona Borealis) ist ein Sternbild nördlich des Himmelsäquators.

Die Nördliche Krone (lateinisch Corona Borealis) ist ein Sternbild nördlich des Himmelsäquators.

Beschreibung

Die Nördliche Krone ist ein relativ kleines, aber markantes Sternbild zwischen dem Herkules und dem Bärenhüter. Ihre Sterne bilden einen Halbkreis. Der hellste Stern Gemma (lateinisch für Edelstein) ist mit 2,22<sup>m</sup> auffällig hell, die übrigen Sterne erreichen nur etwa die vierte Größenklasse.

Das Sternbild enthält zwei interessante veränderliche Sterne, R und T Coronae Borealis, die starke Helligkeitsschwankungen aufweisen.

In der Nördlichen Krone befindet sich der ausgedehnte Galaxienhaufen Abell 2065, der etwa 400 Galaxien enthält. Aufgrund der großen Entfernung erreichen die Galaxien allerdings nur die 16. Größenklasse und sind daher nur in großen Teleskopen oder auf lang belichteten Fotografien sichtbar.

Geschichte

Die Nördliche Krone gehört zu den 48 Sternbildern der antiken Astronomie, die bereits von Ptolemäus erwähnt wurden. Ihr Gegenstück am Himmel ist die Südliche Krone (Corona Australis).

Für die Griechen der Antike stellte das Sternbild eine Krone dar. In anderen Kulturen hatte es unterschiedliche Bedeutungen. So sahen die Araber darin die Schüssel eines Bettlers, die Chinesen eine Geldkette und die Kelten ein sich schnell drehendes Rad oder Schloss.

Mythologie

Der griechischen Mythologie nach war die Nördliche Krone die mit Edelsteinen besetzte Krone der Ariadne, Tochter des Königs Minos von Kreta. Mit Ariadnes Hilfe bezwang der Held Theseus den Minotaurus. Theseus erhielt von ihr einen Faden, mit dem er den Weg aus dem Labyrinth fand, in dem das Untier gefangen gehalten wurde.

In der keltischen Mythologie war die Nördliche Krone (Caer Arianrohd) das Rad (oder auch das Schloss) von Arianrhod.

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